Strippenzieher
Er ist das erste serienmäßige Elektroauto im Mercedes-Konzern, und sein Erfolg wird maßgeblich Einfluss auf die Antriebsstrategie unter dem Stern haben. [… ] Wenn ein Auto auf den Elektroantrieb gewartet hat. Dann ist es der Smart Fortwo. Die theoretische Liste an Vorteilen beginnt schon mit den Schaltrucken: [… ] Beim Elektro-Smart stört kein Rucken oder Nicken den Kraftfluss. Auf der Woge des schon aus dem Stillstand voll anliegenden Drehmoments von 120 Nm fließt er mit seinem Ein-Gang-Getriebe durch die Stadt. [… ] Er ist das typische urbane Zweit- oder Drittauto, das nur seltenst sein Heimatterrain verlässt.
Smart verspricht 135 Kilometer Reichweite nach dem NEFZ-Zyklus, der auch zur Ermittlung des EU-Normverbrauchs dient. [… ] Die im Sandwichboden steckende Batterie im Smart ED ist schon eine deutliche Weiterentwicklung. [… ] Aber auch der jetzige Lithium-Ionen-Typ ist nur eine schnelle Zwischenlösung für die ersten 1000 Autos (die Produktion startete Ende 2009). [… ] Erst 2012, wenn wirklich jeder einen E-Smart erstehen kann, bekommt der Akku spezielle Automotive-Zellen der sächsischen Firma Litec, an der Daimler 50,1 Prozent Anteil hält. Diese versprechen lange Haltbarkeit und gutes Wärmemanagement. [… ] Und wie fährt sich der Smart ED? Unspektakulär. Wer den wohligen Aus-dem-Stand-Bumms vieler E-Prototypen erwartet, wird enttäuscht. Der Smart zieht ausreichend schnell los, erreicht in 8,5 Sekunden Tempo 60 Werksangabe 6,2 Sekunden und in 26,7 Sekunden sein abgeregeltes Höchsttempo von 100 km/h. [… ] Der Komfort profitiert insgesamt vom hohen Gewicht der Komponenten und lässt den 0,9 Tonner etwas kommoder als sonst über Verwerfungen holpern.
Im Gegensatz zum Mitsubishi i-MiEV informiert Mercedes' erstes Serien-Elektroauto seinen Piloten auch umfangreicher über Ladezustand und Leistungsverteilung. Ein gelungener Einstand? Es besitzt einen immensen Reiz, durch die Stadt zu stromern. So viel Antriebskomfort entwickelt kein Verbrenner-Smart. Auf der anderen Seite zeigen die hohen Ladeverluste und Kosten, dass es in Sachen Batterie noch viel zu entwickeln gibt. Und die breite Masse wird sicherlich nicht bereit sein. 700 Euro Leasinggebühren pro Monat zu zahlen. 2012 sehen wir also weiter.
(Auto Motor Sport, Seite 42-46, 11.02.2010)
Smart verspricht 135 Kilometer Reichweite nach dem NEFZ-Zyklus, der auch zur Ermittlung des EU-Normverbrauchs dient. [… ] Die im Sandwichboden steckende Batterie im Smart ED ist schon eine deutliche Weiterentwicklung. [… ] Aber auch der jetzige Lithium-Ionen-Typ ist nur eine schnelle Zwischenlösung für die ersten 1000 Autos (die Produktion startete Ende 2009). [… ] Erst 2012, wenn wirklich jeder einen E-Smart erstehen kann, bekommt der Akku spezielle Automotive-Zellen der sächsischen Firma Litec, an der Daimler 50,1 Prozent Anteil hält. Diese versprechen lange Haltbarkeit und gutes Wärmemanagement. [… ] Und wie fährt sich der Smart ED? Unspektakulär. Wer den wohligen Aus-dem-Stand-Bumms vieler E-Prototypen erwartet, wird enttäuscht. Der Smart zieht ausreichend schnell los, erreicht in 8,5 Sekunden Tempo 60 Werksangabe 6,2 Sekunden und in 26,7 Sekunden sein abgeregeltes Höchsttempo von 100 km/h. [… ] Der Komfort profitiert insgesamt vom hohen Gewicht der Komponenten und lässt den 0,9 Tonner etwas kommoder als sonst über Verwerfungen holpern.
Im Gegensatz zum Mitsubishi i-MiEV informiert Mercedes' erstes Serien-Elektroauto seinen Piloten auch umfangreicher über Ladezustand und Leistungsverteilung. Ein gelungener Einstand? Es besitzt einen immensen Reiz, durch die Stadt zu stromern. So viel Antriebskomfort entwickelt kein Verbrenner-Smart. Auf der anderen Seite zeigen die hohen Ladeverluste und Kosten, dass es in Sachen Batterie noch viel zu entwickeln gibt. Und die breite Masse wird sicherlich nicht bereit sein. 700 Euro Leasinggebühren pro Monat zu zahlen. 2012 sehen wir also weiter.
(Auto Motor Sport, Seite 42-46, 11.02.2010)




















































